Die kurze Geschichte einer unendlichen Reise

Buenos Aires/Argentinien am 29. März 2020

Als ich im Juni 2018 zu der Reise aufbrach, wusste niemand wo und wann sie enden würde. Selbst ich nicht. „Seidenstraße, Iran, Persepolis“, so meine vage Antwort auf die Frage wo’s denn hin geht. „Wann ich zurückkomme?“ – „Ich kann euch genau sagen wann ich losfahre, aber ich kann euch nicht sagen, wann ich zurückkommen.“
Jetzt sitze ich nach zwei Jahren und einmal „rund um die Welt“ in Buenos Aires fest. Covid 19 hat meine BMW 800 GS und mich nach mehr als 100.000 gefahrenen Kilometern ausgebremst. Es war von Anfang an eine Reise mit Open End, bis zuletzt. Ich warte auf einen Platz im Flieger des Auswärtigen Amtes, der die gestrandeten Deutschen nach Hause fliegen soll. Wieder weiß niemand, auch ich nicht, wann ich zurückkomme. Was ich weiß ist, dass eine faszinierende Reise hinter mir liegt, reich an Erlebnissen, Begegnungen und Bildern. Diese Erinnerungen nimmt mir keiner mehr – auch nicht Covid 19.

Als ich für vier Tage im Kloster Zarzma in Georgien lebte, fragten mich die Mönche „What are you looking for?“ Darauf hatte ich damals keine Antwort.

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A Secret of travelling

(English version below)

Kennt ihr das Gefühl, wenn eine lange, anstrengende Tagestour zu Ende geht? Der Kopf ist matschig, die Seele müde, der Körper verlangt mit letzter Kraft ein Bett. Genauso erging es mir gestern Spätnachmittag, als ich Alice Springs erreichte. 1.700 Kilometer in vier Tagen steckten in meinen Knochen und im Fahrwerk des Motorrads. Hier im Outback von Australien sind die Entfernungen weit, aber bei weitem nicht das Problem. Das Nichts ist es, was dich mürbe macht. Die Landschaft schafft dich und sie interessiert sich einen Dreck für dich. Das Asphaltband mündet rücksichtslos schnurstracks im nächsten Horizont. Du fühlst dich fremd in dieser kurvenlosen Welt. Wenn du anfängst zu glauben, dass dieser Kontinent eine Scheibe ist, ist es Zeit Quartier zu machen. Winton, Mount Isa, TennantCreek und jetzt, Alice Springs. Das Zentrum, jedoch nicht der Mittelpunkt Australiens. Weiterlesen

60 Jahre; Freud‘ und Leid

(English below)

Am 20. Februar 2019 bin ich 60 Jahre alt geworden. Schlimm genug! Wer mir aber von dem Leid etwas nehmen möchte, kann für einen guten Zweck geben; am 11. Mai findet in Würzburg wieder das inklusive Sport- und Spielfest „NoLimits!“ statt, das unsere Stiftung unterstützt (Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung: http://www.sport-stiftung.de).

Unter dem Motto „Leistung. Lernen. Miteinander“ baut NoLimits! Unsicherheiten im Umgang mit Behindertensportlern ab und baut Respekt, Toleranz und Freundschaften auf. Diese Werte gelten gleichermaßen für den runden Geburtstag des „Old white man with his big bike from Germany“, wie man mich hier in Indonesien nennt.

Folgende Spenden-Vorschläge für Euch habe ich mir auf meiner Tour unterm Helm ausgedacht: Weiterlesen

Reason why


Wer wie ich zwischen 1955 und 1969 geboren wurde, ist ein Kind der geburtenstarken Jahrgänge. Wir Babyboomer sind heute im besten Alter, fit, aktiv und unternehmungslustig.
Wir haben hart gearbeitet, nicht schlecht verdient und sind im Wohlstand groß geworden. Viele Babyboomer träumen heute davon, vor dem Ruhestand nochmal was zu erleben; Freiheit und Abenteuer (so wie damals). Bei mir war es die Transafrika-Tour mit meinem Motorrad letztes Jahr. Deutschland – Kapstadt, 21.000 km – und jeder einzelne war es wert.
Welchen Traum hast Du Dir erfüllt? Aus welchem Traum willst Du einen Plan machen?